Achtung: Die JuZ hat sich aufgelöst!!!

Selbstverständnis
Die Jugendinitiative für ein unabhängiges Zentrum (JuZ) in Miltenberg gründete sich 2008 kurz nach Schließung der JUI (Jugendtreff) in Miltenberg. Diese basisdemokratische Gruppe bestand von Anfang an aus politisch motivierten Jugendlichen, die ihre Umwelt mitgestalten wollen. Seit der Gründung hat die Gruppe viele Hürden überwinden müssen, wie z.B. Aktivisten aus den verschiedensten Bereichen unter einen Hut bringen, Namensänderungen, Abbau von Klischees und Verallgemeinerungen, Erlernen von Gruppenarbeit, Kontaktaufnahme mit Verantwortlichen der Stadtverwaltung und der Presse.

Was wir NICHT wollen / Kritik an der JUI
Zunächst muss man das Prinzip des Leiterteams der Jui kritisieren. Die Besucher fühlten sich nicht wie unter Freunden, da sie von Leitern überwacht wurden. Viele Jugendliche verstanden sich mit den wenigsten Aufsichtspersonen und konnten sich somit nicht mit dem Jugendraum identifizieren. Durch dieses mangelnde Verantwortungsbewusstsein kümmerten sie sich kaum um die Sauberkeit und um den reibungslosen Verlauf der Abende.
Ein weiterer Nachteil der Miltenberger Jugendinitiative war der Alkoholverkauf. Dadurch driftete die Jui in die Existenz einer Billigkneipe ab, wozu auch die ungünstigen Öffnungszeiten – nämlich nur abends – beigetragen haben. Die Räumlichkeiten waren ebenfalls äußerst unpassend, da die Jugendlichen in der Alten Volksschule nie unter sich sein konnten. Die Hausmeisterfamilie lebte im gleichen Gebäude und der Chor hielt des Öfteren Proben ab, wenn der Jugendraum gerade öffnete. Zudem waren die sanitären Anlagen in einem sehr schlechten Zustand: die Wasserleitungen hätte man seit Langem sanieren müssen und der Boden war kaum sauber zu halten, da er völlig verschlissen war.
Zuletzt muss man die unzureichende Eigenständigkeit des Jugendtreffs anmerken. Die ständig notwendige Rücksprache mit der Stadt um finanzielle Mittel behinderte diverse Instandhaltungsmaßnahmen ungemein.

Was wir genau wollen / Konzept unseres unabhängigen Zentrums
Wir haben ein Ziel, nämlich das Umsetzen des von uns ausgearbeiteten Konzeptes des Mil-Z (Miltenberger Zentrums). Dieses Konzept wird ständig verändert und verbessert und erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit, weswegen wir hier nur auf die Grundpfeiler eingehen wollen:
-Selbstverwaltung (wir sehen eine wöchentliche Vollversammlung aller interessierten Menschen als einziges sinnvolles Beschlussorgan an)
-Raum (wir sind der Meinung, dass kreative (Jugend-)Arbeit Platz braucht, z.B. sollten eine Küche, ein Bandproberaum, Konzerträumlichkeiten, sanitäre Anlagen und Aufenthaltsräume selbstverständlich sein)
-Das schwarze Brett (wir sehen ein schwarzes Brett, auf dem Entscheidungen der Vollversammlung sowie Einnahmen und Ausgaben des Zentrums bekanntgegeben werden, als sinnvolle Methode der Selbstkontrolle an)
-Keine Billigkneipe! (wir sehen einen Bierverkauf höchstens an Veranstaltungen wie Konzerten als sinnvoll, sowie ein Rauchverbot in allen geschlossenen Räumen als notwendig an)
-Kosten (wir sehen eine Finanzierung durch die Stadtverwaltung als richtig, wichtig und notwendig an. Die Kosten würden sich auf Miete, Strom- und Wasserkosten belaufen)

Diese Punkte sollten unserer Meinung nach erfüllt werden, um wirkliches, kreatives und offenes Arbeiten zu ermöglichen.